Naturschutz

Gutachten_P9F1302Zur Planung eines Windparks gehört es auch, Gefahren für windenergiesensible Tierarten weitestgehend auszuschließen. Dabei geht es um bestimmte Vogel- und Fledermausarten, die durch die Rotoren gefährdet sein können, weil sie beispielsweise nicht das bei den meisten Vogelarten zu beobachtende Meidungsverhalten zeigen oder – das gilt für Fledermäuse – in Höhe der Rotorblätter in der Abenddämmerung an den Anlagen vorbeiziehen.

Daher ist es notwendig, die im Planungsgebiet vorkommenden Vogel- und Fledermausarten genau zu kartieren. Dabei kommt es darauf an, die Bewegungsmuster der Tiere zu erfassen und nicht nur heimische, sondern auch durchziehende Arten zu beobachten. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Gutachten erstellt, die Entscheidungsgrundlage für die Genehmigung der Anlagen sind. Sollten sich Gefährdungen ergeben, so können diese in den allermeisten Fällen durch eine angepasste Planung beseitigt werden. Beispiele dafür sind die Verschiebung von Anlagen, der Verzicht auf einzelne Standorte oder das Abschalten der Anlagen in der Dämmerung, wenn die Fledermäuse durchziehen.

Vogelkartierung

Da die bereits im Jahr 2007 durchgeführten Kartierungen mittlerweile nicht mehr ganz aktuell waren, wurden sie von Juni 2013 bis Juli 2014 auf den neusten Stand gebracht. Das besondere Augenmerk des unabhängigen Gutachters lag auf den planungsrelevanten Brutvogelarten wie Wiesen- und Rohrweihe oder Rot- und Schwarzmilan, aber auch Schwarzstorch, Kiebitz und Uhu.

Bei den Rastvögeln ist insbesondere der in der Diepholzer Moorniederung großflächig und in großer Anzahl vertretene Kranich beobachtet worden.

Umweltverträglichkeitsstudie

Aufgrund der besonderen ökologischen Empfindlichkeit des Gebiets muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden, damit „die Auswirkungen auf die Umwelt […] frühzeitig und umfassend ermittelt, beschrieben und bewertet werden“ können, wie es in §1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) heißt. Dazu hat Windwärts als Planer eine Umweltverträglichkeitsstudie erstellen lassen, in der die Umweltauswirkungen und die Lösungsvorschläge dargestellt werden.

Landschaftspflegerischer Begleitplan

Im Landschaftspflegerischen Begleitplan werden die Ergebnisse der Untersuchungen hinsichtlich Natur- und Landschaftsschutz aufgenommen und wiedergegeben. Der Plan dient der Feststellung des Kompensationsbedarfs und bildet somit die Grundlage für die Ermittlung entsprechender Kompensationsmaßnahmen und/oder eines angemessenen Ersatzgeldes.

Die darin festgesetzten Ausgleichs- oder Kompensationsmaßnahmen (AGM) können Sie hier sehen.

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